Geschichte & Kunst

St. Franziskus Geschichte :


Seit landesherrlichen Zeiten war die Stadt Mönchengladbach eher katholisch, die Stadt Rheydt protestantisch geprägt. Erst mit dem Aufschwung der Textilindustrie kamen viele katholische Arbeiter in das eigentlich protestantisch gefärbte Rheydt. So gehörten alle Katholiken bis 1905 zur Gemeinde St. Marien.

In diesem Jahr trennte sich davon die Pfarrgemeinde St. Josef ab und wiederum 1920 von dieser Gemeinde die Pfarre St. Franziskus. Gründungsrektor war der spätere Aachener Bischof Johannes Josef van der Velden (1891-1954). Da die Liturgie nur in einer Notkirche gefeiert werden konnte, musste dringend für den Bau einer eigenen Pfarrkirche gesorgt werden. Unter dem Pfarrrektor Peter Micke konnte im Jahr 1933 der von Dominikus Böhm entworfene Kirchenbau eingeweiht werden.

Die Kirche ist ein kunsthistorisches Juwel, weil es Böhm gelang, 20-30 Jahre Kirchbau vorwegzunehmen. Um die Verbundenheit von Kirche und Gemeinde zum Ausdruck zu bringen, wurde der Turm nahtlos in die Straßenflucht hineingebaut. Der Innenraum selbst wurde so gestaltet, dass seine Aufteilung, Strukturierung und die verwendeten Materialien den eigentlichen Schmuck der Kirche ausmachen. Es gibt nur zwei besondere Augenfälligkeiten, an der Westwand die von Böhm selbst entworfene Rosette und an der Stirnwand über dem Altar die von Heinz Josef Mörs geschaffene Kreuzigungsgruppe. Ein eher karger Raum, der allerdings gerade durch seine Gestaltung zur Liturgie, zum Gebet und zur Meditation einlädt.

St. Franziskus Kunst :


Totentanz:


Im Frühjahr des Jahres 2005 besuchten binnen Monatsfrist die Söhne, Professor Dr. Paul Böhm und Professor Gottfried Böhm, die Kirche ihres Vaters, Professor Dominikus Böhm, eben St. Franziskus in Mönchengladbach-Rheydt. Sie äußerten sich sehr beeindruckt, zum einen, dass die Handschrift des Vaters unverfälscht zu erkennen ist und zum anderen von dem neuen Kunstwerk, das in der Kirche hängt: der Totentanz von Professor Dr. Markus Lüpertz.

Seit dem 20.Oktober 2002 schmückt dieser Bilderzyklus unsere Franziskuskirche. In diesen Jahren ist der Totentanz so sehr zum Bestandteil der Kirche, der Gemeinde und auch der Stadt geworden, dass man ihn sich nicht mehr wegdenken kann. Umso dankbarer und glücklicher dürfen wir daher die Entscheidung des Künstlers erfahren, dieses Kunstwerk der Franziskusgemeinde zu schenken. Nun kann der Totentanz auch kommende Generationen daran erinnern, dass zum Lebensreigen immer auch der Tanz mit dem Tod gehört.

Es ist mehr als ein großzügiges Geschenk, und vielleicht ist zum Schluss ein ganz persönliches Wort gestattet. Seit alters her wird dem Evangelisten Markus das Symbol des Löwen zugeordnet. Der Löwe ist immer Zeichen von Souveränität und Weitherzigkeit, der sein Umfeld beherrscht, weil er um seine Kraft und seine Größe weiß. Wie bei seinem Namenspatron dürfen wir dies auch im Künstler Markus Lüpertz wieder erkennen. Er ist ein wahrer Künstler, der sein Metier sowohl in der Malerei, als auch in der Bildhauerei beherrscht und der es immer wieder versteht, virtuos und souverän die Sprache der Kunst zu sprechen. So werden Kunstwerke geschaffen, die unverwechselbar und einzigartig sind, und zu dem gesellt sich eine Großherzigkeit, die der Kunst und vor allem den Menschen gilt.
Dafür unser tiefer Dank! Klaus Hurtz

Franziskusstatue:


Seit dem 4. Oktober 2007 begrüßt Besucher der Franziskuskirche eine 2,70 Meter hohe und 700 Kilogramm schwere Statue des Heiligen Franziskus. Gefertigt wurde die Bronzefigur vom Düsseldorfer Künstler Bert Gerresheim. An ihrem jetzigen Standort war bereits vom damaligen Architekten der Kirche, Dominikus Böhm, eine Figur des Heiligen geplant, konnte zu seinen Lebzeiten jedoch nicht mehr verwirklicht werden. Schön also, dass so das damalige Werk des genialen Baumeisters komplettiert werden konnte.

Priesternotruf

Kontakt Details

Pfarrbüro St. Marien
Odenkirchener Str. 5
41236 Mönchengladbach
Tel.: 02166-623070
Fax: 02166-6230711

Email: st.marien-rheydt@arcor.de
Website: www.st-marien-ry.de